Es war Microsoft wohl bewusst, dass die Bekanntgabe eigener Pläne, ein Tablett PC zu produzieren, für Aufsehen bei seinen Produktionspartnern sorgen würde. Während Microsoft mit “Surface” dem neuen Tablet versucht, mit dem iPad und einigen gängigen Androide Tablet Computern zu konkurrieren, wird das Unternehmen auch mit ähnlichen Tablets seiner eigenen Partner in den Wettstreit treten. Diese Partner wurden über Surface nicht informiert und mussten davon erst bei der Bekanntgabe durch Microsoft erfahren.
Dieser neuaufkommende Wettbewerb brachte den CEO von Acer, JT Wang, dazu der Financial Times seine Meinung über die Pläne von Microsoft mitzuteilen. Die Einführung eines Microsoft Tablets im Oktober würde, nach JT Wang, eine negative Auswirkung auf den jetzigen Zustand der weltweiten Computerbranche haben, weswegen er den Softwaregiganten darum bittet seine Pläne nochmals zu überdenken. Wang glaubt, dass sich das Microsoft Tablet negativ auf andere Marken auswirken werde und meint, da das Unternehmen keine großen Erfahrungen mit Hardware habe, sollen sie diesen Schritt ruhig zweimal überdenken. Weiter schlägt Wang vor, dass Acer den Softwaregiganten besser als Partner austausche, wenn dieser mit seinen Plänen voranschreitet.
Der CEO von Acer stellt sich die Frage wie das Unternehmen weitermachen solle, wenn Microsoft nun plötzlich in das Hardware Business einsteigt. Solle sich das taiwanesische Unternehmen weiter auf die Software von Microsoft stützen oder Alternativen suchen.
CNET hat zu diesem Thema Kontakt mit Microsoft aufgenommen und wird diesen Bericht bei neuen Informationen updaten.
Dies ist nicht das erste Mal, dass Acer Microsoft wegen seiner Tablet Idee kritisiert hat. Oliver Ahnes, der Senior Vice Präsident von Acer und Präsident von Europa, Mittlerem Osten und Afrika, äußerte seine Bedenken über die Strategie um mit Apple in Konkurrenz zu treten schon früh nach der Enthüllung von Microsofts “Surface” Plänen. Dieses Vorhaben werde keinen Erfolg haben, da man nicht mit zwei Produkten in der Hardwarebranche mitmischen kann, so Oliver Ahrens. Microsoft arbeite auf der ganzen Welt mit Computerherstellern zusammen, während Apple alleinsteht, und somit machen könne, was es will.
In ihrem aktuellen jährlichem Report gab Microsoft an, dass es sich durchaus bewusst darüber sei, dass die Entwicklung von Windows für beide PCs und vielen weiteren mobilen Geräten sich durchaus negativ auf die Beziehung mit den OEM-Herstellern auswirken könnte.
Auch wenn viele Benutzer die mobilen Geräte vergleichbar zu dem “Personal Computer ” sehen, so könne, nach Microsoft in einer Eingabe an die SEC im letzten Monat, die Menge an verschieden Geräten es wesentlich schwieriger machen Anwedungsentwickler für ihre Plattform zu gewinnen. Darüber hinaus äußert Microsoft auch noch Bedenken, dass durch die Konkurrenz die “Surface” mit OEM-Partner erzeugen werde, die Entwickler auch noch in ihrem Engagement für die MIcrosoftplattfrom beeinträchtigt werden.

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Wenn Microsoft ihre Tablets wirklich, den Gerüchten zufolge, sehr günstig verkauft, dann sorgt das automatisch dafür, dass die Entwickler sich darauf stürzen werden. Man folgt der Nachfrage.